Bürgerliste Hüttlingen 2014
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02.02.2016

Die Bürgerliste setzt sich für die Erdverkabelung der Hochspannungsleitungen ein

und unterstützt dabei die Bürgerinitiative Hüttlingen.

Die Erdverkabelung hat mindestens 15 Vorteile gegenüber einer Freileitung:

 

Die aufgezählten Vorteile gehen davon aus, dass die Erdkabel nach dem Dreibündelverfahren verlegt werden.

Dieses moderne Verfahren ist Stand der Technik. (Googeln: Erdverkabelung 110 KV )  


1) Platzverbrauch/Landschaftsverbrauch.

Die Freileitung hat eine Breite von 50 Meter, unter den Leitungen darf nicht gebaut werden. Die Grabenbreite der Erdverkabelung

ist nur 1,50 m und bis 1,50 m tief, etwa fünf Meter dürfen nicht überbaut werden. Eine landwirtschaftliche Nutzung ist anschließend

in gleichem Maße möglich, jedoch keine tiefwurzelnden Bäume.

 

2) Leitungsverluste/Energieausbeute/Aufheizung der Landschaft.                                                                                                    

Die Leitungsverluste sind bei Freileitungen deutlich höher, da sie bis zu 8o Grad Celsius, zukünftig sogar bis 200C heiß werden.

Ein Teil der elektrischen Energie wird bei der Freileitung unterwegs als Wärme abgestrahlt. Die Abstrahlungsverluste betragen

etwa 4% je 10 Grad Erwärmung. Die Erdleitung hat weniger Verluste, da die Erdkabel drei- bis viermal dicker sind, der elektrische

Widerstand ist viel geringer, die Leitung wird weniger warm.


3) Akustische Belästigung durch Knistern/Wertminderung des Eigentums
Unter besonderen Wetterbedingungen hört man in der Nähe der Leitungen ein lautes permanentes Knistern,

das die Anwohner als erheblich störend empfinden und ihr Wohlbefinden beeinträchtigt. Der Wohnwert der Grundstücke

und des Eigentums werden zusätzlich gemindert. (Wertverlust der Häuser)

 

4) Elektrosmog                                                                                                   

Die Freileitung strahlt elektrische und magnetische Felder ab. Zusätzlich erzeugt die Hochspannung um die Leiterseile

Corona-Ionen (Knistern), die sich an Staubteilchen anhängen, die von der Luftströmung mitgetragen werden und sich in der

Lunge von Menschen und Tieren permanent festsetzen können. Alles zusammen nennt man Elektrosmog.

 

5) Gesundheit:                                                                                                     

Bei der Erdverkabelung wird das elektrische Feld durch den Boden abgeschirmt, Corona-Ionen können nicht entstehen und durch

die enge Dreibündelverlegung löschen sich sogar die Magnetfelder weitgehend gegenseitig aus. Über der Erde tritt bis auf einen

Restmagnetismus, der nach außen rasch abklingt, kaum Elektrosmog auf.

 

6) Auswirkungen auf Tiere                                              

Hochspannungsleitungen verursachen im Gehirn (Zirbeldrüse) eine geringere Melatonin-Produktion und somit Schlafstörungen.

Die Folge bei Kühen: geringere Milchproduktion (Melatonin Hypothese von Prof. Dr. Hynek Burda, Universität Duisburg-Essen

vom 18. 09. 2015)

 

7) Landschaftsverschandelung/Naturschutz                                                                   

Freileitungen zerstören das gewohnte natürliche Landschaftsbild. Es tritt eine erhebliche optische Verschandelung der

Erholungslandschaft auf, vor allem in Landschafts- oder Naturschutzgebieten.


8) Naturgewalten/Terroranschläge                                                                      

Eine Zerstörung durch Sturm und andere Naturgewalten oder durch Terroranschläge ist bei Erdverkabelungen kaum möglich.

Vor allem die Gefahr durch Terroranschläge dürfte in Zukunft erheblich zunehmen. Die Stromversorgung Deutschlands ist durch

Freileitungen im höchsten Maße gefährdet. Freileitungen stellen ein Sicherheitsrisiko dar. 


9) Sonnenstürme und kosmische Strahlung

Gerade das 110 KV Freileitungsnetz ist extrem anfällig gegen schwere elektromagnetische Störungen aus dem  Weltall,  
wie sie zum Beispiel bei hoher Sonnenaktivität auftreten können. Die sogenannten Protuberanzen,    
die weit ins Weltall hinausgeschleudert werden,  stören nicht nur den Funkverkehr und die Satelliten,
sondern die Freileitungen wirken wie eine große Antenne:  Trafoexplosionen in Umspannwerken sind die Folge,  
genauso wie die Zerstörung der Elektronik empfindlicher Schaltungen.  Dasselbe gilt auch für die Einwirkungen     
von kosmischer Strahlung auf das Freileitungsnetz. Mit Freileitungen ist die Stromversorgung Deutschland      
extremen Gefahren ausgesetzt, siehe den Black Out in Südost- Kanada 1989.      
Infos: https://www.youtube.com/watch?v=KqXtwAZFfUQ

 

10) Unfallgefahren                                                                                                        

Die Unfallgefahren durch unfreiwilligen Leitungskontakt mit oftmals tödlichem Ausgang sind bei Freileitungen ungleich größer. Das

gilt in gleichem Maße für Mensch und Tier. Nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) verenden jährlich 30 Millionen Vögel im

deutschen Stromleitungsnetz, insbesondere die höher gefährdeten Großvogelarten. 

 

11) Lebensdauer                                                                                                   

Die Freilandübertragung mit ihren Masten und Leitungen ist den Naturgewalten wie Regen, Hagel, Sturm, Kälte, Wärme und der

Korrosion ständig ausgesetzt. Deshalb ist die Lebensdauer der Freileitung niedriger als bei der Erdverkabelung. Mit zunehmender

Alterung steigt der elektrische Widerstand des Freileiters und die Stromverluste werden noch höher.

 

12) Erhaltungsaufwand/Wartungsarbeiten

Die Folgekosten sind bei Freileitungen ungleich höher, ständig müssen sie  durch Hubschrauber - Kontrollflüge überwacht werden,

was bei Erdkabeln deutlich reduzierter ausfällt. Ferner sind bei Freileitungen regelmäßige Sichtungen, Reparaturmaßnahmen, und

Erhaltungsmaßnahmen notwendig. Nach internen Berechnungen der Infranetz AG sind die Betriebskosten der Freileitungen etwa ein

Drittel höher.

 

13) Gesetzgebung:                                                                                                

Bis 110 KV müssen zukünftig alle neuen Hochspannungsleitungen als Erdverkabelung ausgeführt werden, wenn die Kosten den

Faktor 2,75 gegenüber der Freileitung nicht überschreiten, und wenn die Öffentlichkeit die Erdverkabelung fordert. Der Gesetzgeber

hat sich seit 2011 eindeutig für die Erdverkabelung entschieden.

 

14) Gesamtkosten                                                                                                            

Momentan sind die Baukosten einer Erdverkabelung noch etwa doppelt so hoch. Sobald die Dreibündelerdverkabelung großflächig

durchgeführt und Verlegefirmen mit Facharbeitern in ausreichender Zahl entstanden sind, werden sich die Kosten verringern. Man

kann davon ausgehen, dass Freileitung und Erdverkabelung in Zukunft gleich teuer sein werden, bzw. unter Einberechnung der

Stromverluste, der viel teureren Wartungsarbeiten und der vielen anderen Nachteile einer Freileitung wird die Erdverkabelung auf

Dauer viel preisgünstiger sein. 

 

15) Gleichbehandlung

In größeren Städten werden Hochspannungsleitungen vermieden. In kleineren Städten und auf dem Land wird billigend in Kauf

genommen, dass Menschen unter Hochspannungs-leitungen physisch und psychisch leiden und Grund und Haus einen Minderwert

erfahren. Mit der Erdverkabelung werden alle gleichgestellt.

 

Ergänzung: Auch HGÜ-Leitungen zukünftig als Erdkabel                                             

Auch die großen HGÜ-leitungen sollen laut Bundestagsbeschluss vom 3. Dez. 2015 nun erdverkabelt werden.

Das Gesetz wurde am 18.Dez. 2015 durch den Bundesrat verabschiedet. In großem Maßstab verlegt, soll die Erdverlegung sogar

billiger werden wie die Freileitung, auf Dauer sowieso, weil die Leitungsverluste unterwegs geringer sind als bei einer Freileitung.

http://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Bauernverbaende-Energiewende-Hochspannungsgleichstromuebertragung-Stromtrassen-Suedlink;art763,8359286

Zitat: „...Ingo Rennert von der Infranetz AG stellte sein Erdkabelkonzept vor. Bis 2015 würden in Deutschland 465 Kilometer

Landkabel in Betrieb sein. Für Südlink geht er von einer 700 Kilometer langen Trasse mit einer Leistung von drei Gigawatt aus,

gefordert seien zwei Gigawatt bei 525 Kilovolt. Seine Aluminiumkabel mit zwölf Zentimeter Durchmesser seien eine Neuentwicklung

mit geringem Stromverlust. Laut Rennert wären zwei Kabelstränge nötig. Und dafür würde ein 50 Zentimeter breiter Graben reichen.

Für die Trasse könnten Feldwege, Ackerränder oder Waldwege genutzt werden. Die Bodenerwärmung würde bei weniger als einem

Grad liegen. Rennert legte auch Zahlen vor. Nach seinen Berechnungen kostet die Südlink-Freileitung rund 2,6 Milliarden Euro,

die Erdverkabelung dagegen komme nur auf rund 1,8 Milliarden Euro. Auch die Betriebskosten des Erdkabels lägen nur bei

einem Drittel der Freileitung. Zudem sei es mit 50 Jahren länger haltbar als Strommasten, die schon nach 40 Jahren am Ende seien,

sagte Rennert...“
  

                                                                                                                                         

Josef Kowatsch, BI-Hüttlingen.         

 

 

 

27.05.2015 

********** Stellungnahme der Bürgerliste aus aktuellem Anlass***************

 

__________________________________________________________________________

1.) Die Bürgerliste trifft ihre  Entscheidungen im Gemeinderat zum Wohle der Hüttlinger Bürger. Wir wollen Hüttlingen als attraktive Gemeinde  weiterentwickeln.

Dies ist uns bisher -  mit dem gesamten Gemeinderat - hervorragend gelungen.
Wir sind keine Partei und treffen unsere Entscheidungen allein zum Wohle der Bürger.

Wichtige mehrheitliche Entscheidungen in den letzten Jahren waren z.B.
-  Ausbau der Kindergärten und der Ganztagesangebote in Hüttlingen.
-  Weiterentwicklung der Alemannenschule als Gemeinschaftsschule
-  Gelungene Dorfsanierung
-  Schaffung von seniorengerechten Wohnungen
-  Energiepolitik – mit großen Engagement der Bürgerliste
-  Weiterentwicklung der Baugebiete
-  Sehr gute Breitbandversorgung in Hüttlingen
-  Weiterentwicklung der Vernetzung und Bündelung der Angebote für
   Senioren:

Auch der Beschluss zum Bau eines Parkhauses mit Veranstaltungssaal v.  12.07.2012  war mehrheitlich!
Seit Bestehen dieses Beschlusses agiert die CDU-Fraktion
„hinter dem Rücken des Gremiums dagegen.“,
Das kann man in keinster Weise eine demokratische und vertrauensvolle Zusammenarbeit nennen.
Z.B. gingen Mitglieder der CDU-Fraktion trotz dieser mehrheitlicher Entscheidung mit Gegenargumenten  an die Presse (Aalener Nachrichten v. 16.10.2012) sowie mit einem Flyer im Gemeindeblatt an die Hüttlinger Bevölkerung.
Zusagen von CDU-Gemeinderäten in Vorberatungen –  die dazu dienten, den Architekten dringend nötige  richtungsweisende Informationen zu geben  – gelten anschließend nichts mehr bzw. wurden nicht eingehalten.

Noch heute und trotz mehrheitlicher Entscheidung, bewertet die
CDU-Fraktion das Projekt „Veranstaltungssaal“  als „überflüssiges Prestigeobjekt“. Von Anfang an werden Entscheidungen nicht konstruktiv mitgetragen.

2.) Tulpenschirme
Die Tulpenschirme gehören zum Gesamtkonzept des Architekten
und sind nach Meinung der Bürgerliste eine weitere Bereicherung
für die Attraktivität Hüttlingens.

Alle Spender waren genauestens über das Konzept  informiert
und von dem Gesamtbild des Veranstaltungssaals mit Stadtplatz und den Tulpenschirmen überzeugt.

Über die bisher zugesagten Spenden in Höhe von 22.500,-- € hinaus,
gab es noch weitere Zusagen für Spenden, und zwar ausschließlich eindeutig
zweckgebunden „für diese Tulpenschirme“! Eine andere Behauptung ist ungeheuerlich und falsch und eine Ablehnung unseres Antrags skandalös.

Grundsätzlich akzeptieren wir jeden demokratisch gefassten Beschluss.
Diese grundlegende Änderung der Ausgangssituation zur Finanzierung und Schonung der Gemeindekasse, hat auch in unserer Fraktion eine neue Perspektive ergeben.
Die Situation hat sich aufgrund der Spendenbereitschaft dahin geändert,
dass wir den Antrag neu eingebracht haben.

Es ist peinlich, dass Spender durch diese Debatte in Unannehmlichkeiten kommen könnten. Die Spender vorzuführen ist unserer Meinung nach ungeheuerlich.
Die Fraktion Bürgerliste entschuldigt sich dafür bei allen Spendern.


Um zu einem Konsens zu gelangen hat Bürgermeister Ensle auf den
berechtigten Widerspruch verzichtet.
Wir können daher nicht nachvollziehen, warum die CDU-Fraktion ein Versöhnungsgespräch auf Einladung vom Bürgermeister Ensle nicht wahrgenommen hat.
Wenn die CDU-Fraktion nun versucht, eine gute Zusammenarbeit allein vom  Punkt „Tulpenschirme“ abhängig zu machen, können wir - die Bürgerliste - das auf keinen Fall nachvollziehen.

Das ist nicht zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger und widerspricht unserem Auftrag als Gemeinderat.

 

 

29.04.2015

Gemeinsame Stellungnahme der Fraktionen des Gemeinderats Hüttlingen zur aktuellen Entwicklung um das Umspannwerk Goldshöfe/Hüttlingen
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Jedes Mitglied dieses Gremiums steht voll hinter der Entscheidung zum Atomausstieg und zur damit verbundenen Energiewende. In den vergangenen Jahren mussten wir jedoch leidvoll zur Kenntnis nehmen, dass geplante Maßnahmen rund um das Umspannwerk Goldshöfe/Hütlingen, die uns Netzbetreiber bislang präsentiert haben, mit einer sinnvollen, durchdachten und nachhaltigen Umsetzung der Ziele dieser Energiewende nicht in Einklang zu bringen sind. Hierzu zwei Beispiele: 

  • Der Neubau der 380 kV-Trasse nach Bünzwangen wird uns als alternativloses Projekt dargestellt, dessen kurzfristige Umsetzung allein, die Aufrechterhaltung der Stromversorgung des mittleren Neckarraums garantieren  könne. Bei näherer Prüfung durch einen unabhängigen Gutachter stellt sich indes heraus, dass die Leitung überhaupt nicht notwendig ist. 
  • Umbauarbeiten auf dem Betriebsgelände der Netze BW werden auf ausdrückliche Nachfrage in öffentlicher Sitzung als reine Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen beschrieben; schon ein halbes Jahr später erweisen sich diese Angaben als falsch. Wie sich herausgestellt hat, handelt es sich um Vorbereitungen, die dem Aus-/Neubau einer Stromleitung nach Ellwangen bzw. Nördlingen dienen.

Kein Vertreter eines Netzbetreibers war bislang in der Lage, die Frage zu beantworten, auf welche Belastungen sich die Gemeinde Hüttlingen mittel- bis langfristig einzustellen hat und welche baulichen Veränderungen im und um das Umspannwerk in den kommenden Jahren zu erwarten sind. Stattdessen wird auf Dritte oder (konzernverbundene) Tochter- bzw. Schwestergesellschaften verwiesen, in deren Planung man angeblich keinen Einblick habe. Es drängt sich der Verdacht auf, dass wir mit diesen, sich ständig wiederholenden Aussagen, gezielt hinters Licht geführt werden, damit sich uns das wahre Ausmaß künftiger Belastungen nicht erschließt; oder aber: diejenigen, die für die Umsetzung und das Gelingen der Energiewende Sorge zu tragen haben, sind tatsächlich zu koordiniertem Vorgehen nicht in der Lage. Sich beide Alternativen auch nur vorzustellen ist erschreckend. Eine umfassende Bürgerinformation, wie sie den Vorstellungen des Gesetzgebers anlässlich der Einführung einer „frühen Beteiligung“ betroffener Kommunen und Bürger bei entsprechenden Baumaßnahmen entspricht, ist so nicht möglich.  

Vor diesem Hintergrund müssen wir nunmehr die an uns herangetragenen Planungen der Netze BW kritisch zur Kenntnis nehmen und warten auf eine gemeinsame, nachvollziehbare Stellungnahme aller am Umspannwerk und Netzbau beteiligten Firmen (EnBW/ODR, Transnet und Netze BW) zu folgenden Punkten/Fragen:

1. Offenlegung der kurzfristigen (2-5 Jahre), mittelfristigen (5-10 Jahre) und langfristigen (> 10 Jahre) Planung hinsichtlich der weiteren Entwicklung der bestehenden Stromleitungen rund um Hüttlingen und im Zusammenhang mit dessen Umspannwerk.

2. Offenlegung eines umfassenden Konzeptes für die kurz-, mittel-, und langfristig geplanten weiteren Entwicklungen und Veränderungen im Umspannwerk.

3. Nochmalige Prüfung für die Errichtung eines Lärmschutzwalls um das Umspannwerk sowie Abgabe eines verbindlichen Termins für den bereits mehrfach zugesicherten Abbau der alten Transformatoren.

4. Werden bis zum Jahr 2025 auf Basis aller heute bekannten Planungen auf der Gemarkung Hüttlingen und im Zusammenhang mit dem Umspannwerk neue Stromleitungen gebaut?

Im Übrigen erwarten wir für jede geplante bauliche Veränderung an den bestehenden Stromleitungen und im Umspannwerk den Nachweis, dass diese tatsächlich notwendig ist. Wir stellen uns insbesondere die Frage, weshalb seitens der Netzbetreiber bei der Umsetzung der Energiewende der Fokus offensichtlich nur auf den Ausbau Ihrer Netze gerichtet ist. Damit die angestrebte dezentrale Stromversorgung aus alternativen Energiequellen gelingt, ist jedoch der koordinierte Einsatz moderner Speichertechniken, Smart Grids und flexible Strompreisgestaltung bei einem Überangebot erforderlich. Ein Blick auf dessen Website verrät: auch das Umweltministerium BW teilt diese Auffassung.

Schließlich sollten die Unternehmen EnBW/ODR, Transnet und Netze BW in einer gemeinsamen Informationsveranstaltung in Hüttlingen die Möglichkeit und Chance ergreifen, die Bürger über ihre Energiepolitik und geplante Maßnahmen umfassend zu informieren. Hierzu laden wir deren Vertreter gerne ein.

Gleichzeiti

g wiederholen wir unseren Vorschlag vom 25. Oktober 2012. Die vorhandenen, weitgehend leer stehenden Gebäude auf dem Betriebsgelände des Umspannwerks sollten einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden, z.B. als Informations-, Kommunikations- und Kompetenzzentrum für Energiethemen.

 

 

Die Fraktionen des Hüttlinger Gemeinderates
Aktive Bürger und CDU
Bürgerliste

 

 

09.12.2014

Wie betreibt man eine erfolgreiche Bürgerinitiative?

 

Aufbau der Bürgerinitiative Hüttlingen gegen den unnötigen Leitungsausbau

- Über die gelungene Bürgerbeteiligung in einer Demokratie-

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Aufbau der Bürgerinitiative Hüttlingen gegen den unnötigen Leitungsausbau.pdf
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Ein Schreiben von Josef Kowatsch Bürgerliste und BI-Hüttlingen

 

18.11.2014

ES IST ZEIT "DANKE" ZU SAGEN!
 
Sehr geehrter Herr Kiesewetter,
 
im Namen der Bürgerliste, aber auch im Namen aller Bürgerinnen und Bürger  Hüttlingens, möchte ich Ihnen für Ihren Einsatz und Ihr Engagement sehr herzlich danken. 
Nur durch Ihre Mithilfe und durch das gemeinsame Handeln ist uns dieses Ergebnis gelungen:
"Einen Verteiler Hüttlingen/Goldshöfe gibt es nicht mehr!
Transnet hat nun die Erklärung abgegeben, dass die 380KV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe, energiewirtschaftlich nicht
notwendig und daher entbehrlich ist. Transnet hat den Verteilerpunkt Goldshöfe nicht mehr im 2. Entwurf NEP beantragt".
 
Hüttlingen steht für eine erfolgreiche Energiewende. Unser Ziel war und ist, am Gelingen der Energiewende mitzuwirken. Das bedeutet aber auch energiewirtschaftlich nicht nötige Leitungen zu verhindern. Ich denke, Sie uns wir alle werden hier auch weiterhin noch
gefordert sein.
 
Wir sehen uns in unserem  bisherigen Handeln bestätigt und gehen davon aus, dass die Sache nun ein glückliches Ende für Hüttlingen gefunden hat.

Danke, dass Sie sich für Ihre Bürger in einem so hohen Maße einsetzen. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Bürgerliste Hüttlingen
i.A. Heidi Borbély

 

 

Dankschreiben von Heidi Borbely

Lieber Josef,
lieber Bernd,
liebe Mitglieder der BI Hüttlingen,
 
"Einen Verteiler Hüttlingen/Goldshöfe gibt es nicht mehr!
Transnet hat nun die Erklärung abgegeben, dass die 380KV-Leitung Bünzwangen-Goldshöfe, energiewirtschaftlich nicht
notwendig und daher entbehrlich ist. Transnet hat den Verteilerpunkt Goldshöfe nicht mehr im 2. Entwurf NEP beantragt".
 
Was hinter dieser Mitteilung steckt ist gewaltig. Ihr habt in Stunden unermüdlicher Arbeit Gesetzestexte gelesen, 
Errechnungen erstellt und euch ein Fachwissen erarbeitet, das gigantisch ist und dem selbst Transnet nichts
entgegenzusetzen hatte und hat.
 
Lieber Josef, lieber Bernd und alle die in der BI mitgearbeitet haben, ich möchte euch für eure unermüdliche Arbeit
- im Namen unserer Fraktion und auch der Bürger - recht herzlich danken.
Ich bin sicher, dass ihr auch weiterhin die Energiewende genau beobachtet und darauf achtet, dass die
Energiewende gelingt.
 
Danke im Namen der Bürgerliste.
Heidi Borbély

 

 

Dankschreiben von Josef Kowatsch

Sehr geehrter Herr Kiesewetter.

Wir gehen davon aus, dass die Sache nun ein glückliches Ende für Hüttlingen gefunden hat. Einen Großverteiler Goldshöfe gibt es nicht mehr.
Unsere Befürchtung, dass Bayern keine HGÜ-leitungen erhält aufgrund der Initiativen von Herrn Seehofer, und wir dafür BY von Goldshöfe aus versorgen müssen, hat sich nicht bestätigt. Die BNeztA brauchte gar nicht zu prüfen: Transnet hat von sich aus den Verteilerpunkt Goldshöfe nicht mehr im 2.Entwurf NEP beantragt und damit wird auch die 380 KV überflüssig.
Und genau das haben Sie im Sommer in einem gemeinsamen Schreiben Ihres Teams von vier Bundestagsabgeordneten letztlich vorgeschlagen. Unsere gemeinsame Arbeit hat sich ausgezahlt. Wir sagen Vielen Dank, in der Sache waren Sie uns ein treuer Verbündeter. Schon als Sie auf unserer BI-Gründungsversammlung unverhofft erschienen sind, hatte ich ein gutes Gefühl. Einige Augenblicke davor hatten wir den 100 Anwesenden unser BI-Modell vorgeschlagen, mit dem Aufbau einer "politischen Schiene" und kurz darauf war diese Schiene mit Ihnen geboren. Ein erster starker Verbündeter wurde uns geschickt. Ich habe heute bei der Klausurtagung unserer Gemeinderates erzählt, dass wir immer abgesprochen vorgegangen sind. Wir von der Bürgerinitiative waren die "Infanterie", die die Hindernisse angegangen und das Feld für die politische Schiene, zu der am Schluss dann Abgeordnete aus allen Parteien des Bundes- und Landtages zählten, freigeräumt hat. Die Abgeordneten konnten dann von einer Position der Stärke aus bei den maßgeblichen Stellen vorsprechen.
Diese sehr gute Zusammenarbeit ist ein Musterbeispiel an funktionierender Demokratie, sie zeigt, wie Bürger, Sachverständige und Medien Hand in Hand auch gegen Großkonzerne etwas bewegen und erfolgreich verändern können. Unser von Erfolg gekröntes Beispiel sollte Einang finden in die Gemeinschaftskundebücher der Schulen. Ohne ihre warnende mail und ihre Aufmerksamkeit hätte am 15.Oktober Umweltminister Untersteller den gesamten Landtag BW vor seinen Karrren gespannt und zwar gegen uns.

Vielen Dank nochmals und schöne Grüße aus Hüttlingen.

Josef Kowatsch.

 

10.11.2014

Kommentar von Josef Kowatsch zur aktuellen Lage:

Die Sache ist für Hüttlingen und auch Neuler bestens ausgegangen. Transnet hat erkannt, dass im Osten des Bundeslandes eine letzte Ansiedlung von Gallierer sind, die Widerstand leisten. HGÜ=500 KV Gleichstromautobahn, 10 ha Konverter und 380 KV nach Bünzwangen sind weg. Viele Befürchtungen, dass sich Seehofer durchsetzen könne, also in BY keine Leitungen, dafür die HGÜ zu uns und wir müssen von Hüttlingen aus BY versorgen, sind hinfällig. Es ist nun umgekehrt. Die HGÜ in BY geht nach Gundremmingen und wir werden von dort aus auf der bereits bestehenden Leitung zukünftig nicht mehr mit Atomstrom, sondern mit Alternativstrom/Kohlestrom versorgt. Die gewünschte HGÜ nach Hüttlingen, geht nun nach Wendlingen.

Ich habe mir die Gründe für die Änderungen im neuen NEP 14 und den für uns postiven Sinneswandel von Transnet angeschaut.
Für Bayern spricht, dass von 25 000 Einwendungen gegen den ersten Entwurf des NEP14 im Mai über 20 000 aus BY kamen, von Hüttlingen waren es 2200 und von den restlichen BI nochmals 1000. Also ein Übergewicht für BY und für Seehofer. Wer kennt schon Ensle/Kowatsch/Pavel/Kiesewetter ect im Vergleich zu einem Ministerpräsidenten Seehofer, dachten wir und waren in letzter Zeit besorgt.

Wir haben uns trotzdem durchgesetzt, weil unsere großen mehrseitigen Einwendungen wohl ausschlaggebend waren. BY hatte nur diese gleichlautenden Sammeleinwendungen, die haben auf die Menge gesetzt und wir zustätzlich auf tiefere Argumente. Gezogen haben nach meiner Meinung die langen durchdachten und argumentativ richtigen Stellungnahmen der
1) Gemeinde Hüttlingen
2) Bürgerliste Hüttlingen
3) Bürgerinitiative Hüttlingen

Alle drei zusammen genommen waren so gut wie ein 35-seitiges Gegengutachten gegen den HGÜ Endpunkt Hüttlingen/Goldshöfe.
Dafür einen herzlichen Dank bei der Gemeinde an Herrn Ensle und Herrn Vogt. Ich glaube, Herr Vogt hat an meinem Grundentwurf zwei Tage gearbeitet.
und ebenso bei der Bürgerliste an Heidi.
Die längste Stellungnahme kam von der BI, logisch von einem Grundkonzept aus fallen einem ständig weitere Argumente bei Rückkopplungen und Rückfragen auf.
Die Eingabe der Gemeinde wurde auch gut in der Schwäpo in einem längeren Artikel veröffentlicht.

Aus diesen drei umfangreichen mehreitigen Stellungnahmen hat Transnet erkannt, dass in Hüttlingen nicht nur dumme Gallier sitzen, die Widerstand leisten bis zum Schluss, sondern auch Leute mit besseren Argumenten als in BY. Wir haben die Transnet-Wunschzahlen für diese HGÜ-südlink durchschaut und die Realität an Zahlen und Gesetzen dagegengehalten.  Der erste Entwurf des NEP hätte dank der guten Argumente von uns keine Chance gehabt bei der Prüfung durch die BNezA und das WiMi. 
Aus diesem Grund hat Transnet nun den PlanB gezogen, die Leitung wurde einfach 50 km weiter westlich verlegt und dadurch entfällt auch noch die 380 KV.  Und bei uns vor allem die schlimme 10 ha große Konverterstation.
Und was das tolle ist: Die Gemeinde Hüttlingen hat diese Stromautobahn fast alleine verwerfen können, denn das Gutachen und die Arbeit der Kommunale Aktion bezog sich fast nur auf die 380 KV.
Da die geplante HGÜ-leitung C06 auf Wunschzahlen beruht, haben wir bei realistischer Betrachtung mit unseren Eingaben auch die Wendlinger Trasse abgelehnt. Sollten die Bewohner dort schimpfen auf uns, dann können wir konntern. Wir haben bereits für sie mitgekämpft. Ich bin sicher, dass unsere Eingaben vom Mai so gut sind, dass auch die Bewohner 50km westlich keine Angst vor der Trasse haben müssen. Die Argumente, die zugunsten Hüttlingens gestochen haben, gelten automatisch auch für Wendlingen, handelt es sich doch um die gleiche Leitung, eben nur mit einem anderen Endpunkt.

Also kein St.Floriansprinzip, unsere Eingaben waren eine vorauseilende Hilfe für die Leute dort, ohne dass wir dies wußten. 

Josef Kowatsch.

 

 

 

 

 

 

 

_______________________________WICHTIG___________________________________________

Bundesnetzagentur                                     Email:  szenariorahmen@bnetza.de

Referat 613 P                                                                         Betreff:           Szenariorahmen

Szenariorahmen

Postfach 80 01

53105 Bonn

                                               Hüttlingen,  16.06.2014

 

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DOWNLOAD HIER:

2014-06Eingaben Netzentwicklungsplan.pdf
Download

 

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Stellungnahme zum Szenariorahmen 2025

gültig für den Netzentwicklungsplan (NEP) 2015

Grundsätzlich ist anzumerken, dass der ganze Stromleitungsausbau in Deutschland nicht nach demokratischen Strukturen vollzogen wird. Die Leitungsbauer dürfen sich ihre Netze selbst planen nach irgendwelchen Wunschzahlen und die Betroffenen und Bezahler, also wir Bürger und Gemeinden, können gerade noch die gröbsten Fehler abwenden.

Die Leitungsbauer sind wirtschaftliche Unternehmen. Es ist somit ein grundlegender Fehler, dass Unternehmen, bei denen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen mit der Planung ihrer eigenen Wunschvorhaben beauftragt werden Das wäre so wie wenn die großen Straßenbaufirmen die Straßen Deutschlands planen dürften. Solange bereits in der Planung dies keine unabhängige Stelle übernimmt, sind alle Netzentwicklungspläne (NEP) sowie der Szenariorahmen in seiner ganzen inhaltlichen Form prinzipiell abzulehnen. Der Bundestag und die Abgeordneten sind hier gefordert, endlich demokratische Grundlagen auch beim Netzausbau zu schaffen.

Gegen den Szenariorahmen 2025, der als Grundlage für den Netzentwicklungsplan 2015 dient, erheben wir zwei grundlegende Einwendungen, die wir dann wiederum in acht Einzelpunkte aufgliedern.

 

Erste Grundlegende Einwendung:

 

Der Leitungsausbau Deutschlands muss nach demokratischen Strukturen vollzogen werden.

Für die Planung müssen analog zum Straßenbau unabhängige Behörden geschaffen werden.Ähnlich wie beim Straßenbau müssen die Pläne mitsamt Nowendigkeitsberechnungen und Notwendigkeitsgutachten alle Prüfinstanzen und Anhörungen der Betroffenen durchlaufen. Wo sind beim Netzausbau die Träger der öffentlichen Belange?

Die Macht der Netzbauer muss eingeschränkt werden und darf keinesfalls wie die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) dies wünschen, erweitert werden.So dürfen die Leitungsbauer keine eigenen völlig überhöhten Strom-Wunschzahlen vorgeben wie auch hier in diesem Szenariorahmen wieder geschehen und danach wiederum ihre Wunschplanungen richten. Insbesondere müssen die Gemeinden, über deren Gebiet Netzplanungen verlaufen sollen, in schriftlicher Form zuvor informiert werden, damit Gemeinderat und

 

Verwaltung Zeit haben, die Vorhaben intern zu erörtern. Das sind eigentlich demokratische Selbstverständlichkeiten. Die Zeit der Feudalherrschaft ist längst vorbei, beim Leitungsbau aber noch nicht

 

Zweite Grundlegende Einwendung

 

Eine Umstellung auf eine Stromversorgung mit Alternativen Energien, deren Kennzeichen die ständige Unregelmäßigkeit bei der Erzeugung ist, kann nur mit einer Speicherung funktionieren. Dies zeigt auch die Tatsache, dass im Jahr 2012 an manchen Tagen 165GW Strom erzeugt wurde, aber an Spitzentagen des Verbrauches höchstens 87GW benötigt wurden, im Sommer sogar nur 40 bis 60 GW. Wir haben zu viel Strom. Jetzt schon ist eine Speicherung wie z.B. Power to gas, in Form der beiden Varianten a) Strom zu Wasserstoff oder b) Strom zu Erdgas absolut marktreif und wird technisch bereits umgesetzt. Deshalb ist diese Speicherungsart zu berücksichtigen. Keinesfalls darf der stets überschüssige Alternativstrom in neuen Leitungen ins Ausland verschenkt werden. Schon deswegen ist der Szenariorahmen 2025 grundlegend falsch.

 Wir haben bereits von den bisherigen Erzeugerstrukturen in Großkraftwerken ein gut ausgebautes Fernleitungsnetz, auf das zurückgegriffen werden kann. Eine richtig durchgeführte Energiewende braucht weniger Fernleitungen und nicht mehr. Zusätzliche Stromleitungen können den meist kurzzeitig anfallenden Stromüberschuss nicht speichern, sondern nur irgendwohin leiten. Anstatt den Stromüberschuss in neuen Leitungen ins Ausland zu verschenken, wäre ein umfangreicher Speicherbau allemal rentabler. Die Aussagen Speicherbau sei zu teuer sind falsch und beruhen auf einem falschen Vergleich, nämlich auf Leitungsbau via Speicherbau.

Richtig wäre der Vergleich Leitungsbau plus Ausfallkosten für den verschenkten Strom via Speicherbau

 

Acht Einzeleinwendungen

 

1.    Planung der Stromnetze

 

Der Szenariorahmen wird von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) erstellt, die selbst vom Netzausbau profitieren. Von der Bundesnetzagentur (BNetzA) wird der Szenariorahmen nur geprüft.

Der derzeitige Netzausbau ist weitgehend auf die zentrale Erzeugung von Strom in

Großkraftwerken ausgerichtet, die überwiegend den großen Energiekonzernen gehören. Die ÜNB sind teilweise deren eigene Tochterunternehmen.

Damit planen derzeit vom Netzausbau profitierende Unternehmen neue Leitungen, deren Rendite ihnen gesetzlich garantiert ist, deren Kosten aber der Verbraucher trägt. Eine unabhängige, volkswirtschaftlich und optimal am Bedarf orientierte Planung des Netzausbaus und der Erzeugungsstruktur ist so nicht zu erwarten.

 

Um den Netzausbau und die Erzeugungsstruktur volkswirtschaftlich optimal auszurichten, muss die Planung der Szenarien von einer unabhängigen Institution (z.B. BNetzA) erfolgen.  

 

2.    Sensitivitätenberechnung

 

Die Berechnung der Sensitivitäten (= Wirksamkeit gezielter Maßnahmen, Alternativen) wird allein von den ÜNB durchgeführt. Deren Berechnungen werden nicht von der BNetzA geprüft, wie das bei den übrigen Netzberechnungen im NEP der Fall ist.

 

Sensitivitäten müssen für alle Szenarien gerechnet und von der BNetzA oder einem von ihr beauftragten unabhängigen Institut geprüft werden.

 

3.    Bevorzugung der Erzeugung und des Transports von (Braun-) Kohlestrom

 

Das Stromnetz soll nach den gegenwärtigen gesetzlichen Vorgaben selbst in Zeiten hoher Einspeisung erneuerbarer Energien und / oder sinkender Last noch in der Lage sein, zusätzlich den gesamten erzeugten Kohlestrom zu transportieren. Nach dem aktuellen Marktmodell bestimmen allein die Brennstoffkosten (Grenzkosten), welche Kraftwerke zugeschaltet werden. Das bevorzugt  umweltschädliche Kohlekraftwerke gegenüber neuen, flexiblen und hocheffizienten Gaskraftwerken.

 

Braunkohlekraftwerke sind zu unflexibel, um auf schwankende Erzeugungs- und Bedarfssituationen wirtschaftlich reagieren zu können. Sie sind verantwortlich für häufigen Überschussstrom, der die Netze überlastet. So werden bestehende Gaskraftwerke verdrängt und es wird nicht mehr in neue investiert.

 

Der Szenariorahmen muss so gestaltet werden können, dass er solchen Fehlentwicklungen entgegenwirken kann.

 

4.    Netzausbau für europäischen Stromhandel 

 

Wir Verbraucher können den Strom nicht dort einkaufen, wo er am günstigsten ist. Deutschland hat in Europa die höchsten Strompreise. Andererseits planen die Netzbetreiber ein neues Stromnetz für den europäischen Stromhandel. Der europäische Stromhandel ist nicht auf einen vertretbaren Netzausbau begrenzt, sondern er erhöht den erforderlichen Netzbedarf weit über den reinen Versorgungsauftrag Deutschlands hinaus. Wir Verbraucher zahlen, haben aber keinen Nutzen davon. 

Nutzen und Schaden des europäischen Stromhandels für die Allgemeinheit sind einer volkswirtschaftlichen Gesamtbetrachtung zu unterziehen.

 

5.    Freie Wahl der Kraftwerksstandorte

 

Die gesetzliche Vorgabe, nach der Kraftwerksstandorte vom Betreiber gewählt werden dürfen, die  Kosten für den Transport des dort erzeugten Stroms aber durch die Verbraucher erfolgt, führt oft nicht zur  Wahl volkswirtschaftlich sinnvoller Standorte. Eine Vorgabe, Energie dort zu erzeugen, wo es netzplanerisch Sinn macht, würde den Netzbedarf senken.

Die bisherigen gesetzlichen Rahmenbedingungen begünstigen verbrauchsferne Großkraftwerke, erhöhen den Netzbedarf, und erschweren eine dezentrale und verbrauchsnahe Energiewende.

 

6.    Offshore-Windenergie, unrealistischer Zubau

 

Der Zubau der Windenergie Offshore ist ab 2021 mit einem durchschnittlichen Wert von 800 MW vorgesehen. Ein absolut unrealistischer Wert. Durch diese Fantasiezahlen würde sich der Netzausbau erheblich erhöhen, was ganz im Sinne der Netzbetreiber ist. Wir weisen darauf hin, dass derzeit lediglich 600 MW installiert sind, was auf ständige Probleme mit dem Standort Nord/Ostsee zurückzuführen ist. Die vergangenen Jahre haben dies deutlich gezeigt. Auf diese teuerste Ökostromerzeugung ist daher komplett zu verzichten. Spätestens 2021 wird es aus Kostengründen keinen Zubau mehr geben.

Auch die Naturschutzverbände positionieren sich zunehmend gegen die WKA im Naturschutzgebiet Wattenmeer.

 

7.    Flexibilität und Robustheit der Netzplanung

 

Die Szenarien A, B und C unterscheiden sich nur gering in der Höhe der angenommenen Erzeugungskapazitäten, da alle von denselben derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen ausgehen.

Laut ÜNB sollen deshalb alle Maßnahmen, auch wenn sie nur für eines der Szenarien benötigt werden, als notwendig erklärt werden. Dadurch wird das Robustheitskriterium aufgeweicht. Ein Planungsansatz, wie der von AGORA Energiewende, der von den optimalen Bedingungen für Erzeugung, Verbrauch und Transport von Energie ausgeht, sollte dagegen Grundlage für die Planung eines robusten Stromnetzes sein.

 

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sollten dieser Netzplanung angepasst werden, nicht umgekehrt.

 

8.    Rolle der BNetzA

 

Wenn Einsprüche berechtigt scheinen, aber mit der aktuellen Gesetzeslage in Widerspruch stehen, soll die BNetzA weiterhin entsprechende Empfehlungen an den Gesetzgeber aussprechen. Dazu zählen auch Vorschläge für sinnvolle Gesetzeskorrekturen.

 

Wir fordern mehr Gestaltungsfreiheit für die kontrollierende Behörde, die BNetzA, wobei darauf zu achten ist, dass alle Szenarien auch die nationalen und europäischen Natur- und Umweltschutzziele einhalten.

 

Die Kontrolle durch  Naturschutzverbände ist deshalb zu stärken. Die Güter Mensch, Natur und Umwelt müssen im Mittelpunkt des Netzumbaues stehen und nicht die Gewinnmaximierung der Übertragungsbetreiber.

 

Wir stimmen einer Veröffentlichung  zu. 

 

Generos Jörg,  Josef Kowatsch, Viktor Rettenmaier, Sabine Rathgeb,
Uwe Kling, Herbert Wanner, Markus Raab, Eduard Rup, Werner Gerstenmaier und

Heidi Borbély

i.A.

 

Heidi Borbély

 

 

 

   

 

 

DAS GEHT UNS ALLE AN ! ! ! WIR BITTEN UM JEDE UNTERSCHRIFT ! ! ! DRINGEND ! ! !

 

20.06.2014

Bundesnetzagentur 
Referat 613 P
Szenariorahmen
Postfach 80 01
53105 Bonn

 

Stellungnahme zum Szenariorahmen 2025

Zur Erstellung des Netzentwicklungsplanes 2015

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DOWNLOAD HIER

Stellungnahme-j-Szenariorahmen2025.pdf
Download

 

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Grundsätzlich ist festzustellen, dass es ein Fehler ist, Unternehmen bei denen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen mit der Planung Ihrer eigenen Vorhaben zu beauftragen. Solange bereits in der Planung dies keine unabhängige Stelle übernimmt, ist der Netzentwicklungsplan (NEP) sowie der Szenariorahmen in seiner ganzen inhaltlichen Form prinzipiell abzulehnen.

 

Der Zubau der Windenergie Offshore ist ab 2021 mit einem durchschnittlichen Wert von 800 MW vorgesehen. Ein absolut unrealistischer Wert. Durch diese Fantasiezahlen würde sich der Netzausbau erheblich erhöhen, was die Absicht der Netzbetreiber ist. Ich weise darauf hin, dass derzeit lediglich 600 MW installiert sind. Ständige technische Probleme aufgrund der Naturunbilden im Wattenmeer verteuern die Anlagen. Auf diese teuerste Ökostromerzeugung ist daher komplett zu verzichten.  Spätestens 2021 sollte es Kostengründen keinen Zubau mehr geben. Alternative Energien müssen bezahlbar bleiben.

 

Die CO2-Zertifikatspreise sind im Szenariorahmen für das Jahr 2025 und 2035 auf sagenhafte 21,- E/to festgelegt. Derzeit kostet die Tonne jedoch 3-6,- Euro/to. Eine Erhöhung wäre zwar wünschenswert um die Planung bzw. den Bau von umweltschädlichen Kraftwerken (Braunkohle) einzudämmen, ist aber fern von jeglicher Realität. Die Braunkohlekraftwerke werden jetzt sogar der Lebensdauer des Tagebaus angepasst. Somit steigt die Leistung der Braunkohle für das Szenario A2025 und B2025 um weitere 4 GW. Dies konterkariert die Energiewende. Braunkohle ist die umweltschädlichste Stromerzeugung überhaupt.

 

Eine Umstellung auf eine Stromversorgung mit Alternativen Energien kann nur mit einer Speicherung funktionieren. Dies zeigt auch, dass im Jahr 2012 165GW Strom erzeugt wurde, aber höchstens 87GW benötigt wurden. Wir haben zu viel Strom. Jetzt schon ist eine Speicherung wie z.B. Power-to-Gas absolut marktreif.  Deshalb ist diese Speicherungsart zu berücksichtigen. Ein Leitungsbau kann somit extrem minimiert werden.

 

Ich stimme einer Veröffentlichung ohne Adresse zu.

 

 

 

Absender ( bitte in gut leserlicher Druckschrift):

 

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